Der Indeed JOB OF THE MATCH – Berlin Special Edition
7. Mai 2018
Die Rückkehr – Gewinnt zum Pokalfinale ein Original T-Shirt!
16. Mai 2018

Job of the Match – Greenkeeper

Für das letzte Heimspiel der SGE in der Saison 2017/2018 gegen den HSV hatten die Eintracht und Hauptsponsor Indeed einen ganz besonderen Job of the Match im Angebot. Denn diesmal gewährten Andreas Bindrum und einige seiner Kollegen aus dem neunköpfigen Greenkeeper-Team in der Commerzbank-Arena großartige Einblicke in ihre wunderbare Arbeitswelt. Einkaufsassistentin Bettina Hofmann aus Sulzbach im Taunus hat uns mit ihrer Bewerbung in Reimform überzeugt.
Der Job des Greenkeepers ist nichts für Langschläfer. Als Bettina und Andreas sich morgens um 8 Uhr auf dem heiligen Rasen der Commerzbank-Arena treffen, hatte das Greenkeeper-Team das Spielfeld schon seit fast zwei Stunden für den letzten Saisonauftritt der Eintracht vor heimischer Kulisse in Schuss gebracht. Zunächst wird der Rasen abgezogen, um die Halme von Feuchtigkeit zu befreien. Dann nimmt Andreas auf dem Dreispindelrasenmäher Platz und kürzt die Halme auf eine Länge von exakt 24 Millimetern. In der Bundesliga muss man lange suchen, um einen Greenkeeper zu finden, der über einen ähnlichen Erfahrungsschatz verfügt wie der Grasflüsterer der Commerzbank-Arena. Seit 39 Jahren übt Andreas den Job mittlerweile aus – stets mit großer Zufriedenheit und noch immer mit hoher Begeisterung. Anschließend werden die Schnüre fürs Linieren gespannt, der Platz „abgemalt“ sowie die Tore und Eckfahnen aufgestellt. Im Anschluss ans Warmmachen vor Spielbeginn und während der Halbzeitpause betreiben die Greenkeeper Ausgleichspflege und beheben kleinere Schäden in der Spielfläche.
An trockenen Tagen wird der Platz vor Spielbeginn zudem gewässert, vor allem wenn der Rasen ein schnelles Spiel ermöglichen soll. „Das hängt natürlich vom Gegner ab. Gegen die Bayern werden die meisten Plätze in der Bundesliga eher langsam gehalten“, erklärt Andreas. Gewinnerin Bettina fragt, wie die Muster und akkuraten Linien auf den Rasen kommen. Ganz einfach: „Im Spindelmäher ist eine horizontale Walze integriert, die plättet und biegt die Grashalme, deren silbrige Unterseiten dann abhängig von der Perspektive schimmern und Streifen werfen“, erklärt Stephanie Bindrum. Stephanie ist Andreas Tochter und seit dreieinhalb Jahren im Greenkeeper-Team der Commerzbank-Arena tätig. Schon als kleines Kind hat sie ihren Vater ins damalige Waldstadion begleitet. Der Beruf des Vaters hat sie so sehr fasziniert, dass sie ihm nacheifern wollte. „Heute bin ich in meinen Traumjob tätig. Das will ich machen bis ich alt bin“, sagt sie.
Die überragende Stimmung der Greenkeeper-Gruppe überträgt sich sofort auf Bettina. Auch sie fühlt sich auf dem Spindelmäher pudelwohl. Tief atmet sie den Geruch des Schnittguts ein. So nennen die Greenkeeper das frisch gemähte Gras. Bettina lässt den Blick durch die Arena schweifen und strahlt mit der Morgensonne um die Wette. Seit sie denken kann, sei sie Fan der Eintracht. Bettinas Vater hat in den 70er-Jahren die A-Jugend der SGE trainiert und so hat sie in der Kindheit viel Zeit am Riederwald verbracht. „Die Eintracht ist für mich Heimat“, erklärt sie. Ein Leben ohne den Verein? Unvorstellbar!
Nachdem die rund 8.000 qm große Rasenfläche gemäht ist, richtet sich der Fokus aufs Linieren. Auch hier unterstützt Bettina die Greenkeeper. Während Andreas sich um die Linien kümmert, nehmen Stephanie und Bettina die Punkte in Angriff. Kurze Zeit später heben sich in den Strafräumen zwei leuchtend weiße Elfmeterpunkte und im Zentrum des Spielfelds der Anstoßpunkt aus dem sattgrünen Rasen hervor. Bettina steht im Mittelkreis und schaut hinüber zur Nordwestkurve. Dort, in Block 38, steht die Dauerkarteninhaberin normalerweise bei Heimspielen und feuert die Eintracht an. Dann schaut sie auf den Rasen unter ihren Füßen. Aus nächster Nähe zu erleben, wie sich die Greenkeeper um das Spielfeld kümmern, die Begeisterung und Präzision mit der hier gearbeitet wird, das sei ein unvergessliches Erlebnis, das sich für Geld nicht kaufen lasse. „Hier auf dem Platz zu stehen ist für mich Gänsehaut pur“, so Bettina.
Das grandiose Spiel gegen den HSV verfolgt sie gemeinsam mit Tochter Sara aus der Loge von SGE Hauptsponsor Indeed. In der Halbzeit trifft sie dort Uli Stein, den neuen Markenbotschafter der Eintracht, für einen kurzen Plausch. Am Ende des Spiels folgt dann ein weiterer Gänsehautmoment – Alex Meier trifft zum 3:0-Endstand. Die Commerzbank-Arena steht Kopf. Für Bettina ist der Arbeitstag aber noch nicht vorbei. Die Greenkeeper haben noch eine ganz besondere Überraschung für sie: Sie darf ein Stück des heiligen Rasens – inklusive des von ihr handgemalten Elfmeterpunkts mit nachhause nehmen.